April 12 2021

Wenn der Hund Angst macht

So wie es Menschen gibt, die Angst vor Spinnen haben, so entwickeln andere Menschen Angst vor Hunden, die unter Umständen sogar in Panik ausarten kann. Wenn diese Menschen einen Verbeiner schon von weitem sichten, möchten sie am liebsten kehrtmachen, selbst wenn dieser angeleint ist. Mitunter können sie sogar aggressiv werden, kommen ihnen die Halter immer näher. Manche zurückhaltend Ängstlichen machen dabei keinen Zirkus, denn sie zittern tatsächlich am ganzen Körper. Schweißausbrüche untermauern ihre Phobie (krankhafte Angst) gegen Hunde.

In der Wissenschaft spricht man hier von der so genannten Canophobie oder Kynophobie (einmal aus dem Lateinischen abgeleitet: canis und dann aus dem Altgriechischen kyon = beides bedeutet sinngemäß: der Hund). Dort begründet man diese Angst teils mit der Urangst des Menschen vor wilden Tieren, etwa vor dem Wolf. Allerdings könnte diese psychische Erkrankung zum Beispiel auch mit einer traumatischen Erfahrung in der Kindheit zusammenhängen. Man ist übel von einem Hund gebissen worden und getreu der Devise „Ein gebranntes Kind scheut Feuer“ entwickelt man Panik, wenn Hunde nur gesichtet werden.

Wie bei jeder Phobie handelt es sich auch hier um eine ernsthafte psychische Erkrankung, die dringend behandelt werden muss. Solche Menschen brauchen professionelle Hilfe und meist ist neben einem Therapeuten auch eine stationäre Behandlung vonnöten, manchmal auch als Sofortmaßnahme Medikamente in Form von Psychopharmaka.

Dass die Angst vor Hunden aber auch völlig unbegründet sein könnte, ignorieren die Betroffenen. Denn die wenigsten Hunde sind aggressiv gegenüber Menschen – ganz im Gegenteil: Nervöses Bellen deutet eher auf die eigene Unsicherheit des Tieres hin. Wie heißt es doch so schön: Hunde, die bellen, beißen nicht. Sind Sie etwa auch betroffen, kennen Sie diese Angst oder haben Sie nahe Angehörige, die sich vor Hunden fürchten? Dann könnte dieser Ratgeber eine erste Hilfestellung geben. Sie finden in unserem ebook Tipps und Anregungen, damit Sie künftig unbefangener damit umgehen und der Furcht vor den Vierbeinern besser begegnen  können.